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53. große närrische Prunksitzung
am 15. Februar 2014

                                     

Hier der Bericht der Schwetzinger Zeitung vom 17.02.2014

Büttenredner sorgten für echtes Lokalkolorit

"Die Käskuche": Karnevalisten der Spargelgemeinde bieten alles, was eine richtige Prunksitzung ausmacht /
Bürgermeister Stefan Weisbrod macht aktiv mit

Altbekannte Gesichter und neue Talente sorgten bei der Prunksitzung des Karnevalsvereins "Die Käskuche" für ein Abwechslungsreiches Programm und gute Unterhaltung.
Nach dem Einzug der Streitmacht, mit der musikalischen Eröffnung durch die Strasser-Garde aus Rheinhausen musste Moderator Jochen Stephan improvisieren. "Ich habe gerade erfahren, dass es zum Anfang eine kurze und ungeplante Nummer gibt", sagte er überrascht. "Unser Bürgermeister Stefan Weisbrod wird für uns in die Bütt treten. " An Fasching gibt es immer die neuesten Nachrichten und diese verkündete das Gemeindeoberhaupt persönlich: "Alle Nachbargemeinden werden erbleichen, wir bekommen in Reilingen ein neues Kfz-Kennzeichen. Nicht irgendeines, rostig und schlicht, sondern eines, dass unserer globalen Bedeutung entspricht. Ein "R" und sonst nichts dabei, es stimmt, es ist keine Aufschneiderei."
Im Gemeinderat würden elf Personen reichen und die Bezahlung dafür überdacht. "Unsere Diäten bekommen gleich ein neues Gepräge, bezahlt werden wir künftig nur noch nach Qualität unserer Redebeiträge. Also dürfen wir künftig nicht mehr "rumschwätze und schwadroniere", sonst müsse ma Geld an die Gemeindekass' abfiehre". Diese Neuigkeiten wurde von den närrischen Untertanen ohne zögern mit einem dreifachen "Käskuche Ahoi" zugestimmt.
Peter Geng mit scharfer Zunge
Bei den Bekanntmachungen des Ortsbüttels Peter Geng wurde bekannt, dass Weisbrod rückwirkend zu seinem Amtsantritt einen Behindertenausweis ausgestellt bekommt - die Art der Behinderung seien 18 Gemeinderäte. Diese waren auch bei der letzten Blutspende vertreten. "Aus dem gespendeten Blut konnten zehn Liter Schlafmittel gewonnen werden." Eine weitere Bekanntmachung lautete, dass Altbürgermeister Walter Klein vom Umweltausschuss zum Dschungelkönig gewählt wurde, denn er habe bei der Umleitung der B36 über die Hayden-Allee die beste Leistung beim Krötenschlucken gezeigt...
Zur Abkühlung nach diesen heißen Nachrichten sorgte die Krümelgarde mit ihrem Tanz "Like Ice in the sunshine" genauso wie die Junioren-Tanzmariechen Stefanie Malsam und Celine Kalus. Als richtige Größe des Karnevals wurde Horst Karcher angesagt, der den Elferrat, den Gastelferrat aus Schwetzingen und die Gäste mit der Aufforderung "Hopp, hopp, hopp im Schweinsgalopp" mächtig auf Trab brachte.
Während Familie Feuerstein, Clowns, Hippies und Co. im Publikum laut applaudierten, kündete Jochen Stephan die nächsten tänzerischen Feuerwerke an. Die Aktiven-Mariechen Sabine Willing und Nicole Malsam, die Junioren-Garde und die Schwarz-Gold-Garde - diese tanzten mit ihren glitzernden Röcken schwungvoll über die Bühne. Das Reilinger Eigengewächs Daniel Kneis berichtete über sein Leben als Lottogewinner und die missglückte Silvesterparty in seiner Villa. Und darüber, dass mit Geld doch nicht immer alles so leicht sei. Andy, ein zurückhaltender Zweibeiner im blau-gelben Hemd, und Gregor, der schwarze Vogel mit dem orangenen vorlauten Schnabel, begeisterten mit Gags wie: "Der ist so ein Angsthase - wenn seine Frau weg ist, schläft er sogar bei der Nachbarin".
"Flashmob" der Garden
Nach der überraschungseinlage eines "Flashmobs", bei dem sämtliche Garden in einem gemeinsamen Tanz die Bühne beben ließen, wurde es militärisch. Andreas Franz, bekannt als der Hofnarr aus den TVSitzungen, kam als Soldat nach Reilingen. "Mir ist zu Ohren gekommen, dass es hier an mangelnder Disziplin beim närrischen Treiben herrscht. Das wird von mit sofort abgestellt". Laut rief er Bürgermeister Weisbrod zu sich: "Ham se gedient?" Nachdem dieser verneint hatte, wurde er in die närrischen Regeln wie schunkeln, klatschen und das richtige Grölen der Schlachtrufe eingewiesen. Mit unterstützendem Applaus meisterte Stefan Weisbrod seine Aufgaben vorbildlich und erhielt Unterstützung von Walter Klein.
Musikalisch heizte der "Tal-ötzi" Peter Lingenfelder ein. Das Publikum tanzte und feierte bei einer Polonaise zu Liedern wie "Summer of 69", "I sing a Liad fa di" und "Ein Stern, der deinen Namen trägt". Die Mannherz-Halle verwandelte sich in eine Party-Meile. Auch der Elferrat und die Prinzessin stürzten sich ins Getümmel. Der Schautanz "Ein ganz normaler Tag" und die Einlage des Männerballetts waren ebenfalls Höhepunkte. Scharfe Blondinen und böse Piraten lieferten sich einen heißen Kampf um Prinzessin Hannah. Das große Finale mit der Guggenmusik "Bärenmaddel" bildete einen gelungenen Abschluss.
Katrin Dietrich