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Tagebuch von Hannah I. La Bella Perla

                                              

Die Schwetzinger Zeitung schrieb am 7.1.14 folgenden Bericht über mich

Als „Spätberufene“ im Amt sehr glücklich

Hannah Jasberenyi hat als „Hannah I. La Bella Perla“ bei den Käskuche schon viel Erfahrung gesammelt /
Lieblichkeit mit familiärer „Vorbelastung“

Als Hannah Jasberenyi im November als Prinzessin "Hannah I. La Bella Perla" aus ihrer Muschel stieg, hatte sie das Reilinger Narrenvolk sofort verzaubert. Die Aufregung merkte ihr keiner an - aber sie war da, verrät Hannah: "Ich hab gedacht, man sieht, wie mein Herz herausspringt, aber es war der schönste Augenblick des Abends, als ich die vielen Menschen sah, die mich alle anlachten. Diesen Moment habe ich sehr genossen."
Heute, nachdem sie bereits seit zwei Monaten im Amt als Reilinger Faschingsprinzessin ist, hat sie die Sache fest im Griff und ist schon bis nach Mannheim und Ludwigshafen bekannt. Ihr Lächeln, das sie stets begleitet, spiegelt die Freude an ihrer hoheitsvollen Aufgabe stets wider.
Kein langgehegter Wunsch
Doch noch vor drei Jahren hätte sie nie daran gedacht, als Lieblichkeit durchs Land zu ziehen. Der Satz: "Ich möchte mal Prinzessin werden" war ihr nie in den Sinn gekommen, geschweige denn über die Lippen. "Ich wollte nie im Mittelpunkt stehen und hab mich immer gewehrt, wenn mich jemand gefragt hatte, ob ich nicht auch mal das Zepter für Reilingen schwingen möchte", sagt Hannah Jasberenyi im Rückblick auf die vorregentliche Zeit.
Selbst als ihre Schwester in der Kampagne 2008/2009 als "Lena I. aus dem Märchenwald" regierte, war die närrische Regentschaft nie ein Thema für sie. "Erst der Fasching 2011/2012 machte mir Lust auf dieses Amt. Doch als erstes wollte ich meine Ausbildung zur Industriekauffrau beenden", sagt die 22-Jährige verantwortungsbewusst. Und so stand nach ihrem Abschluss 2013 auch schon die nächste Herausforderung für sie parat.
Hobbys liegen auf Eis
Ihre Hobbys, lesen, shoppen und Städte erkunden müssen im Moment etwas zurückstehen, doch die vielen schönen Erlebnisse als Prinzessin entschädigen sie dafür voll und ganz, findet Hannah. Wenn sie mal nicht für die Käskuche unterwegs ist, freut sie sich auf Dampfnudeln mit Kartoffelsuppe von der Oma und genießt es zu entspannen. Auch Freund Lukas darf sich dann über etwas mehr Zeit mit der Lieblichkeit freuen.
Mit ihm hat sie übrigens auch den ersten Rat, den sie zum Thema Prinzessin bekommen hat, über Bord geworfen: "Es ist besser, wenn du Single bist als Prinzessin", hatten viele zu ihr gesagt. Doch bei der Prunksitzung 2013 hat es zwischen den beiden gefunkt und Hannah hatte einen weiteren Unterstützer in den Vorbereitungen - auch für ihre Seele. "Er kennt das Karneval-Leben", sagt Hannah I. lachend, "und ist so oft dabei, wenn ich zu Veranstaltungen gehe. Und da klappt alles super."
Bei Auftritten unter der Woche opfert sie oft ihre Mittagspause, um sich für den Abend zu frisieren. Ihre Eltern Sylvia und Andreas, die ja bereits "Prinzessinnenerfahrung" haben, haben zuhause bereits alles vorbereitet, damit die Tochter nur noch schnell ins Kleid schlüpfen muss und pünktlich zur Abfahrt fertig ist.
Auch von ihren Kollegen und von ihrem Chef erhält sie immer Unterstützung. In ihrer Abteilung geht es übrigens sehr adelig zu, denn neben Faschingsprinzessin Hannah gibt es dort auch noch eine Weinkönigin. Langsam nähert sich die Kampagne, die in diesem Jahr recht lange dauert, ihren Höhepunkten. Mitte Februar findet das Heimspiel bei der Prunksitzung in der Fritz-Mannherz-Halle statt, danach beginnen die Faschingsumzüge, auf die sich "Hannah I. La Bella Perla" sehr freut. Doch bis dahin gibt es noch einiges für sie zu tun.
Neue Aufgabe gegen Langeweile
"Wenn es im März dann ruhiger wird, brauch' ich bestimmt eine neue Aufgabe, damit es mir nicht langweilig wird", sagt Hannah mit einem Griff an ihre Perlenkette. Mit der anderen Hand streicht sie über ihr Prinzessinnenalbum. Darin hält sie alle Erinnerungen an diese schöne Zeit fest.
Katrin Dietrich