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Rathaussturm am 11. 11. um 11 Uhr 11
am 11. November 2012

            

Hier der Bericht der Schwetzinger Zeitung vom 12.11.11

Narren klare Sieger bei Verhandlungen

Sonntag hin, Sonntag her – am Ende kam’s,wie es kommen musste: Vor den Narren ist kein Bürgermeister sicher,wenn der Elfte Elfte auf dem Kalender steht. Das sah auch Walter Klein ein und rückte den Rathausschlüssel an die "Käskuche" nach eher symbolischer Gegenwehr raus.
Obwohl das Reilinger Rathaus am Sonntag geschlossen ist und keiner den Narren hätte öffnen können,schien Bürgermeister Walter Klein dem Frieden nicht zu trauen und hielt sich zur Verteidigung bereit. Rund 40 "Käskuche"-Aktive mit Unterstützung der Reilinger "Kraichbachschlabbe" standen um 11.11Uhr zum Sturm des Regierungsgebäudes bereit. Nachdem die besänftigenden Worte des Gemeindeoberhauptes aus dem Fenster im ersten Obergeschoss die Narrenschar nur nochmehr angeheizt hatten, öffnete er die Tür und bat zur Verhandlung in den Bürgersaal. Präsident Karlheinz Topp machte in seiner Ansprache eine klare Ansage "Wir möchten den Rathausschlüssel bis zum Aschermittwoch und dann möchten wir schauen, ob wir im Tresor noch Geld finden für den Nachtumzug 2014.

Klein rückt "Mäuse" raus

Mit schnellem Griff brachte Walter Klein noch den Tresorschlüssel in Sicherheit, doch den Worten der bezaubernden Prinzessin Nadine konnte er nicht Stand halten. Indes sollte die Narrenschar nicht nur die Schlüssel, sondern auch die Arbeit bekommen. "Eines muss ich noch werden los: keine Investitionen ohne Moos! Und denkt daran, macht’s noch genauer, der Bund der Steuerzahler liegt auf der Lauer", spielte Klein auf den Grillhüttenbau an. "Doch keine Sorge, gebt mal Acht, ich hab gespart bei Tag und Nacht. Hier nehmt den Schlüssel und auch dieses Gehäus’, denn drinnen befinden sich die gesparten Mäus’". Mit diesen Worten schleuderte der Bürgermeister Süßigkeitenmäuse in die Runde, wobei der Präsident und die Prinzessin sofort die Gelegenheit nutzen und die unbeobachteten Schlüssel ergriffen.

M. Brandenburger und K. Dietrich