Ein paar Bilder aus der Inthronisation des ersten Reilinger Dreigestirns
am 17. November 2006


Die Exprinzessinnen werden verabschidet


Das Dreigestirn ist inthronisiert


Daniel Kneis wird in den Kreis der Erlferräte aufgenommen.
Aber nicht nur er sondern auch Michaela Kehder, Tanja Klar,
Andreas Wenkel (der Prinz im Dreigestirn)
und Heimo Dilkaute (der Bauer des Dreigestirns) werden Elferräte


Auch die Ehrensenatoren erhalten Zuwachs


Den Abschluß auf der Bühne macht die Schautanzgruppe mit
"Frankreich-Frankreich".




Erstes Dreigestirn vom Hohen Rat der Villa Reitling


"Käskuche" trumpfen wieder auf

Nach der einmaligen Auftaktveranstaltung zum 44jährigen Jubiläum im vergangenen Jahr, bei der 14 Exprinzessinnen noch einmal die Regentschaft übernahmen, war man auf deren Nachfolge besonders gespannt. Wird es gelingen mit einer ähnlichen Überraschung aufzuwarten? Und die Gäste wurden nicht enttäuscht. Kreativität, Einfallsreichtum und Einsatzfreude machten es möglich. Ein Präsident, der besonders "gut drauf" war und die Fäden der fast vierstündigen Veranstaltung fest in der Hand hatte, ein Programm, das seinesgleichen sucht, und vor allem die glänzende Inthronisationsüberraschung bildeten die Grundpfeiler für einen Fasnachtsabend der Extraklasse. Schon der Einmarsch aller Aktiven, angeführt von der Guggemusik "Ringdeifel" aus Hockenheim brachte Stimmung in die voll besetzte Zweidrittelhalle.
Mit den ersten drei donnernden "Käskuche Ahoi" eröffnete Präsident Karlheinz Elsenbast das Programm und hieß in seinen Begrüßungsworten außer zahlreichen Ehrengästen besonders Bürgermeister Walter Klein herzlich willkommen. Vor imposanter Kulisse schlug die letzte Stunde der Amtszeit der 14 reaktivierten Exprinzessinnen. Noch einmal nannte der Präsident ihre Namen nebst Amtszeit, bevor jede einzeln gefasst und mit fester Stimme ihr Abschiedsverslein vortrug. Dann legte eine nach der anderen ihre Schärpe zurück in die Hand des Präsidenten. Mit viel Lob und Rosen bedacht, endete unter Beifall die zweite Amtszeit dieser außergewöhnlichen Truppe. Dann leerte sich die Bühne für die Vorstellung des Jahresordens durch den Ehrensitzungspräsidenten Siegfried von Sagunski. Er hatte ein örtliches Thema aufgegriffen, das Rätsel um den Hasenkopf im Reilinger Wappen. Weil nicht feststeht, dass überhaupt ein Hase abgebildet sein soll (alte Zeichnungen lassen auch auf einen Ziegenbock schließen) heißt das Motto, vom Reilinger Kunstprofessor Josef Walch gereimt: "Niemand weiß, was ich bedeute, drum bin ich ein Narr ab heute".
Die große Überraschungsshow leitet die Krümelgarde ein. Ein Blitzlichtgewitter der Omas und Opas begleitet den allerliebsten Tanz der Jüngsten im Verein. Dann steigt die Spannung in der Halle, denn noch einmal werden die Exprinzessinnen auf die Bühne gerufen, warum? Der Präsident erklärt dem staunenden Publikum, dass sie einen Nachfolger "backen" sollen. Der Vorhang gibt einen stilechten Backofen frei und die Damen schütten aus silbernen Kartons ihre Zutaten in eine Schüssel. "Witz", "Schönheit", "Humor" und andere Zutaten werden zu einem Teig verrührt und in den Backofen geschoben. Rauchschwaden ziehen aus dem Ofenloch, nach den Klängen des "Pfälzer Narremarsches" öffnet sich die Tür und heraus treten, o Wunder, ein Prinz , ein Bauer und eine Jungfrau in stilechten Kostümen aus der Zeit der Villa Reitling. Ein fallendes Tuch gibt den Namen der neuen Regenten frei "1. Dreigestirn vom Hohen Rat der Villa Reitling". Die Überraschung ist gelungen. Im Saal bricht tosender Jubel los. Vom Präsidenten vorgestellt, erfährt man, dass es sich um Prinz Andreas (Wenkel), Bauer Heimo (Dilkaute) und Jungfrau Stefanie (Stefan Zeilfelder) handelt. Jeder sagt artig sein Sprüchlein auf und wird mit Ratsche, Dreschflegel und Spiegel vom Präsidenten in sein Amt eingeführt.
Dann lief ein Programm ab, das keine Wünsche offen ließ. Nach der Krümelgarde zeigten, mit viel Beifall bedacht, die Jugendgarde die Junioren, und das Juniorentanzmariechen ihre neuen Choreografien. Zwischen den einzelnen Auftritten hatte das Dreigestirn alle Hände voll zu tun, um allen Aktiven, Ehrenelferräten, Ehrensenatoren, Vorstandsmitgliedern, Trainerinnen und Betreuerinnen den Jahresorden und ihren Pin zu überreichen. Als neue Elferräte mussten Tanja Klar, Michaela Kehder, Andreas Wenkel, Heimo Dilkaute und Daniel Kneis die obligatorische Konfettitaufe über sich ergehen lassen, ebenso wie Gian Vito Scarciglia, der von Ehrensenatspräsident Peter Herchenhan in die Reihen der Ehrensenatoren aufgenommen wurde. Für elf Jahre Zugehörigkeit zeichnete er anschließend Ute Hoffmann und Philipp Gärtner mit der neu geschaffenen Ehrenplakette aus. Den begehrten Scheck für die Gardearbeit nahm hocherfreut der erste Vorsitzende Rudi Klar entgegen. Einen begehrten Orden hatte die "Rheinschanze" aus Ludwigshafen zu verleihen. Für Verdienste um die Fasnacht durften Aline Piljar und Katharina Schmitt das "Goldene Vlies" mit Ritterschlag und Urkunde in Empfang nehmen.
Und dann war Ausgelassenheit Trumpf. Die "Dubbeglasbrieder" aus der Pfalz, in Reilingen bestens bekannt durch das "Weinfest in der Scheuer", heizten zum ersten Mal den Reilinger Fasnachtern kräftig ein. Was die beiden an Show, Musik und Gesang boten. war einfach Spitze. Der Saal tobte förmlich beim "Löwen, der heute Nacht schläft" Ein wahrer Urwald tat sich auf, als die Herren im Saal mit hängenden Armen die Affen mimten und die Damen den dazu gehörenden Urwald schwanken ließen. Ohne Zugaben ließ man dieses Spitzenduo nicht von der Bühne.
Die Ordensrunden, an denen 33 befreundete Vereine mit Abordnungen teilnahmen, wurden eingeleitet von der Aktivengarde "Schwarz-Gold". Nachdem den Pfälzer Narrenring der Reilinger Hasenorden schmückte, war die weiträumige Bühne zum letzten grandiosen Auftritt frei. Mit dem preisgekrönten Schautanz "Frankreisch, Frankreisch" endete eine wiederum bestens gelungene Inthronisationsveranstaltung. Die Hausband "Starlight" bat anschließend zum Tanz und die Bar war Treffpunkt bis weit nach Mitternacht.
svs