Ein paar Bilder aus der Inthronisation der Prinzessinen
am 11. 11. 2005


Die neuen Prinzessinnen. - Es sind 14 Exprinzessinnen


Die Elferräte machen den Prinzessinnen ihre Aufwartung


Nicht nur bei den neuen Prinzessinnen ist Angela Neuwirth,
ehemals Angela I. von der Raubritterburg, aktiv,
sondern auch im Kreise der Erlferräte wird sie aufgenommen.


Auch die Ehrensenatoren erhalten Zuwachs


Zum Schluss stehen alle im Saal befindlichen Prinzessinnen auf der Bühne.




Hier der Bericht der Schwetzinger Zeitung vom 15. November 2005

"14 auf einen Streich" - Regentschaft für Exprinzessinnen

Im 44. Jubiläumsjahr warten die "Käskuchen" mit 14 gleichzeitig regierenden Prinzessinnen auf / Novum in der Karnevalswelt

Natürlich erwartete man etwas Einmaliges, Besonderes von der Inthronisation im Jubiläumsjahr. Und die Gäste wurden nicht enttäuscht. Kreativität, Einfallsreichtum und Einsatzfreude wurden beinahe auf die Spitze getrieben. Ein Präsident der besonders "gut drauf" war und die Fäden der fast vierstündigen Veranstaltung fest in der Hand hatte, ein Programm, das seinesgleichen sucht und vor allem die glänzende Inthronisationsüberraschung bildeten die Grundpfeiler für einen Fasnachtsabend der Extraklasse.
Schon der Einmarsch aller Aktiven, angeführt vom Fanfarenzug Rust brachte Stimmung in die voll besetzte Zweidrittelhalle, die zu später Stunde noch erweitert werden musste. Mit drei donnernden "Käskuche Ahoi" eröffnete Präsident Karlheinz Eisenbast den Abend und hieß in seinen Begrüßungsworten außer anderen Ehrengästen besonders den Bezirksvorsitzenden Nordbaden der Vereinigung Badisch-Pfälzischer Karnevalvereine, Rüdiger Klein, herzlich willkommen.
Vor imposanter Kulisse aller Garden, Elferräte und Ehrensenatoren schlug dann die letzte Stunde der Amtszeit von Angela I. Gefasst und mit sicherer Stimme sprach sie ihre Abschiedsworte, bevor sie Mantel, Zepter und Krone zurück in die Hände des Präsidenten legte. Es gab Geschenke und Lob vom Verein und von den Ehrensenatoren und sie selbst revanchierte sich mit dem obligatorischen Portrait für das Narrenstübchen. Eine rührende Szene beendete die Abschiedsvorstellung von Angie. Der Präsident sang ganz allein für sie "Ciao amore, Lady Carneval". Mit "Looking For Freedom" des Fanfarenzuges Rust und ihren Meisterfahnenschwingern leerte sich die Bühne. Der Jahresorden, vorgestellt vom Schöpfer, Ehrensitzungspräsident Siegfried von Sagunski, war ganz auf das 44. Jubiläum abgestimmt und fand den ungeteilten Beifall der Gäste und vor allem der Fasnachter.
Plötzlich lenkte eine römische "Streitkarre" die sich durch die Halle zwängte alle Aufmerksamkeit auf sich. In voller Große und Umfang ließ sich eine "Möchtegernprinzessin" von zwei "Römern" auf die Bühne geleiten. Nach heftigem Wortwechsel mit dem Präsidenten wegen der Störung räumte sie dann doch das Feld. Ein Gag a la Siggi Naber, der mit Schwung ins Geschehen führte.
Eine Profi-Super-Licht-Show, installiert von Uwe Jesberger, leitet mit passender Musik die mit Spannung erwartete Inthronisation ein. Als sich der scharlachrote Vorhang beim letzten Ton hebt, ist die überraschung perfekt. Vor nachtblauem Hintergrund mit blinkenden Lichtern und goldener Krone sitzen in lockerer Runde 14 Exprinzessinnen aus früheren Tagen in festlicher Robe.
über der Bühne gibt ein fallendes Tuch das Motto frei: "KVR 4 x 11, wir sind dabei! Die Exprinzessinnen". Da bleibt manchem Fasnachter im Saal die Spucke weg und er denkt mit Schrecken an sein einsames Geschenk, das er nicht durch 14 teilen kann. Nun ist die überraschung perfekt und im Saal brandet tosender Beifall auf.
Einzeln vom Präsidenten vorgestellt, erfährt man, dass sogar die erste und zweite Prinzessin des Vereins aus den Jahren 1967 und 1968 das Jubiläum auf diese Art mitfeiern werden. Jede der Damen tritt einzeln vor, sagt ihr Sprüchlein auf, die dann alle zusammen genommen den Prolog der Prinzessinnen ergeben. Zum Ehrentanz stellen sich außer Präsident und Ehrensitzungspräsident auch die Ehrensenatoren zur Verfügung und jeder schmückt seine Dame vor dem Tanz mit einer Schärpe mit aufgesticktem Namen. Der Elferrat setzt noch eins drauf und übergibt Rosen in der Vereinsfarbe Orange.
Dann lief ein Programm ab, das keine Wünsche offen ließ. Die Krümelgarde, mit viel Applaus bedacht, zeigte ebenso ihren neuen Tanz wie die Junioren, die Jugend und das Juniorentanzmariechen. Zwischen den einzelnen Auftritten hatten die Prinzessinnen alle Hände voll zu tun, um alle Aktiven, Ehrenmitglieder, Ehrenelferräte, Vorstandsmitglieder Trainerinnen und Betreuerinnen mit dem Jahresorden und ihrem eigenen Pin auszuzeichnen. Als neue Elferrätin musste Angela Neuwirth, vor wenigen Minuten noch Prinzessin, die (gemäßigte) Konfettitaufe über sich ergehen lassen, ebenso wie Peter Kobras, der vom Senatspräsidenten Peter Herchenhan in die Reihe der Ehrensenatoren aufgenommen wurde. Den obligatorischen Scheck für die Garden überreichte der Schatzmeister, Ehrensenator Fritz Anselment.
Eine besondere Ehre wurde Bürgermeister Walter Klein zuteil. Der Bezirksvorsitzende dekorierte ihn mit dem recht seltenen Jahresorden der Vereinigung dafür, dass "Sie als Schirmherr unseres ersten Musikfestivals dafür gesorgt haben, dass wir nicht im Regen standen."
Einen weiteren begehrten Orden hatte Rüdiger Klein zu vergeben, den Großen Verdienstorden der Vereinigung an Angela Neuwirth für langjährige Aktivität im Karneval. Die "Rheinschanze" aus Ludwigshafen war mit großem Aufgebot zur Verleihung des "Goldenen Vlies" gekommen. Für Verdienste um die Fasnacht durften Gerti Rösch, Claudia Friebus und Margarethe Back mit Ritterschlag Orden und Urkunde in Empfang nehmen. Und dann ging's rund. Vor der ersten Ordensrunde der 28 Gastvereine brachte Trude Herr (Siggi Naber) die Halle zum Toben. Mit einer Extravorstellung ihres neuen Marschtanzes verabschiedete die Seniorengarde Schwarz-Gold ihre langjährige Trainerin Siggi Naber und die Betreuerin Gerti Rösch bevor mit der letzten Ordensrunde für den Pfälzer Narrenring das einmalige Spektakel sein Ende fand.
Die "Starlight", welche nach einer kreativen Pause wieder die Veranstaltungen der "Käskuche" begleiten, baten zum Tanz und die Bar war Treffpunkt bis nach Mitternacht. Einhellige Meinung von Aktiven und Gästen: Es war spritzig, einmalig, einfach eine runde Sache, die nur Lob verdient.
svs