Der Jubiläumsfestakt am 5. Mai 2006


Unser 1. Vorsitzender Rudi Klar eröffnet den Festakt


Die Juniorengarde hat für diesen Tag extra ein Eröffnungsprogramm einstudiert


Ehre wem Ehre gebührt. Die Gründungsmitglieder
Werner Keilbach, Siegfried von Sagunski, Fritz Anselment, Karl Bauer
und Paul Powik (von links)



Hier der Bericht der Schwetzinger Zeitung vom 8. Mai 2006

Viermal elf Jahre Kreativität und Originalität bewiesen

44 Jahre Karnevalverein"Käskuche": Festbankett mit einer Menge Lob aus berufenem Munde und einigen Überraschungen

Bei den Narren ticken die Uhren nunmal anders. Dort werden runde Geburtstage nicht mit einer Null am Ende gefeiert. Die Zahl elf ist Grundlage für Jubiläen aller Art. Und wer schon vier mal elf Jahre auf dem Buckel hat, kann auch mal richtig feiern. Die Reilinger Narren blickten schon am 14. April auf diese stolze Zahl zurück. Am Freitag waren zur Jubiläumsfeier mit Festbankett nahezu 200 Gäste in den Saal des Josefshauses geladen, um auch einmal außerhalb der Fasnachtszeit gemeinsam zu feiern und sich an die Highlights der Reilinger Fasnacht zu erinnern.
Vorsitzender Rudi Klar umriss in kurzen Worten den hohen Stellenwert des KVR im Reigen der Reilinger Vereine und des Kurpfälzer Narrenrings. In seiner gewohnt pfälzisch- burschikosen Art hieß Präsident Karlheinz Eisenbast die Gäste namentlich willkommen.
Einen prächtigen Auftakt des kleinen Programms bot die Juniorengarde mit einem extra für diesen Tag von Nina Riedel einstudierten Tanz nach einem bekannten Musical, der mit dem "Happy Birthday, liebe Käskuche" endete. Die Geburtstagsüberraschung war perfekt,als sich beim letzten Vers des Liedes eine übermannshohe, dreistöckige Torte auf dieBühne schob. Als sich diese noch in der Mitte teilte und ein "Herr" mit Zylinder und Käskuche heraustrat, kannte der Beifall keine Grenzen. Mit einem artigen Diener servierte der "Herr" aus der Juniorengarde (Robin Kuderer) das Symbol der Reilinger Fasnacht am Prominententisch.
Zu einem Jubiläum gehört auch ein Rückblick in die vergangenen Jahre. "Wer könnte diese Aufgabe besser übernehmen, als unser Ehrensitzungspräsident und Gründungsmitglied SvS?", so Präsident Karlheinz Eisenbast. Was dann folgte, war eine perfekte Laudatio in 33 Versen, die den Werdegang des KVR mit Akribie und Humor beschrieb. "Auch ein Karikaturist stand auf der Bühne, wie ihr wisst. Mit flottem Spruch und schnellem Strich sah er genau so aus wie ich." Stehende Ovationen der Gäste dankten dem immerhin beinahe 81-jährigen Siegfried von Sagunski für diese reife Leistung.
Für die 362 Mitglieds vereine seiner Organisation, die mit über 80000 Einzelmitgliedern der zweitgrößte Landesverband im süddeutschen Raum bilden, überbrachte die Glückwünsche der Vereinigung Badisch-Pfälzischer Karnevalvereine Präsident Günther Hauck. Er beschrieb seine Verbindungen zum Reilinger Karnevalverein, wobei er besonders das Rudi-Maier-Gedächtnisturnier hervorhob.
Für die Vereine der Region Nordbaden sprach deren Vorsitzender Rüdiger Klein. Vor 15 Jahren habe er hier das erste Präsidententreffen veranstaltet und seit dieser Zeit sei er keinem anderen Verein so freundschaftlich verbunden, wie den Reilinger "Käskuche". Fast alle Inthronisationen habe er besucht. Einmalig sei der Auftritt von 14 Exprinzessinnen in der jüngsten Kampagne. Diesen Gag werde in Zukunft niemand nachmachen können. Besonders hob der Vorsitzende das Engagement von Angelika und Klaus Bensemann sowie Gerti Rösch hervor, die ihn im Organisationskomitee ganz enorm unterstützten.
"Zu einem langen, erfolgreichen Wirken" gratulierte Bürgermeister Walter Klein, auch im Namen der Kultur- und Sportgemeinschaft, deren Vorsitzender Siegfried Heim verhindert war. Der Bürgermeister lobte die Kreativität und Originalität, die die Karnevalisten jedes Jahr aufs Neue bewiesen. Die "Käskuche" hätten, so der Bürgermeister, mit ihren vielseitigen Auftritten "das Leben in unserer Gemeinde bereichert und sich auch weit über die Grenzen Reilingens hinaus einen guten Ruf erworben und im Nebeneffekt eine hervorragende Jugendarbeit geleistet." Damit die Planung in der Zukunft ein bisschen leichter falle, überreichte das Ortsoberhaupt die Jubiläumsgabe der Gemeinde und der Kultur- und Sportgemeinschaft in Form eines Kuverts mit den besten Glückwünschen zum 44. Jubiläum.
Angeführt vom PCC Plankstadt, gratulierten mit kleinen Geschenken die HCG Hockenheim, der KV Ketsch, der KCN Nußloch, die KG Walldorfer "Störche", die SCG Schwetzingen und die KG "Frösche" St. Ilgen. Dazu gesellten sich noch besondere Freunde des KVR, die Ittlinger Käfer.
Kein Jubiläum ohne Ehrungen. Einen Riesen-Geschenkkorb konnten die Gründungs- und Ehrenmitglieder Fritz Anselment, Werner Keilbach, Siegfried von Sagunski, Karl Bauer und Paul Powik entgegen nehmen. Luise Kief wird als erstem Ehrenmitglied die Würdigung ihrer Verdienste zu Hause überbracht. Für 33 Jahre Mitgliedschaft konnten sich Toni Kellner und Anne Weißbrod mit der goldenen Ehrennadel schmücken. Die silberne Ehrennadel für 22jährige Zugehörigkeit erhielten Sven Feldmann und Kerstin Eisinger. Für elfjährige Mitgliedschaft wurden Andrea Jonath, Ursula Schmitt und Ralph-Dieter Schulze mit der bronzenen Ehrennadel des Vereins ausgezeichnet.
Eine Überraschung, die ins Schwarze traf, hatten sich die Exprinzessinnen einfallen lassen: "Wir suchen heute Abend den King und die Queen vom Karnevalverein" verkündete die Moderatorin Andrea I. von Bit und Byte. Natürlich ging es um ein Quiz mit Fragen aus der Vereinsgeschichte. Drei Paare rief die flott moderierende Exprinzessin auf die Bühne. Professionell mit Beamer erschienen auf der Leinwand die Fragen und vier Antworten zur Wahl.
"Wer leitete die erste Prunksitzung im Jahre 1962?" oder "Wann wurde die Kindergarde gegründet?" Solche oder ähnliche Fragen brachten die Kandidaten schon manchmal ins Schwitzen. Zu guter letzt hatten mit knappem Punktevorsprung das Paar Karlheinz Eisenbast und Gabi Biefel das Rennen gewonnen. Mit T-Shirt und Krone als King und Queen dekoriert, endete mit viel Applaus das heitere Ratespiel am Schluss des Programms.
htz